+49 (0) 541 / 40666 200

Sie erreichen uns Montag bis
Freitag von 8 bis 16 Uhr

 

Schreiben Sie uns eine Email oder benutzten eine andere Kontaktmöglichkeit
 Versandkostenfrei in Deutschland
Einkaufskorb
Keine Artikel
in Ihrem
Einkaufskorb

Schiffbruch beim Spagat

Wirres aus Geist und Gesellschaft 1 - 250 - 18850735

Taschenbuch von Dirk Braunstein und Christoph Hesse

94843290

nur 20,00 €

(portofrei!, inkl. MwSt.)

Widerruf zu diesem Artikel
  • Details
  • Beschreibung
Details
Artikel-Nr.:
94843290
Im Sortiment seit:
16.12.2021
Erscheinungsdatum:
10.12.2021
Medium:
Taschenbuch
Einband:
Klappenbroschur
Autor:
Braunstein, Dirk
Hesse, Christoph
Verlag:
Ca Ira Verlag
Institut fr Sozialkritik Freiburg (ISF) e.V.
Sprache:
Deutsch
Rubrik:
Philosophie
Populäre Darstellungen
Seiten:
172
Informationen:
ENGLBR
Gewicht:
232 gr
Beschreibung
Mit einem Nachwort von Eckhard Henscheid.
»Unerschöpflich der Vorrat des Dummdeutschen, der sich in wissenschaftlichen oder parawissenschaftlichen Publikationen findet«, warnte Eckhard Henscheid in einem bereits 1985 erschienenen und in späteren Auflagen stetig erweiterten Wörterbuch, das dem vorliegenden von ferne Modell steht. Geschöpft wird hier allein aus dem Vorrat der Wissenschaften, die herkömmlich solche des Geistes oder der Gesellschaft und inzwischen lieber Kulturwissenschaften heißen. Zu Recht: denn die vor vierzig Jahren verkündete Austreibung des Geistes aus den Geisteswissenschaften ist vollbracht. Was aber nicht bedeutet, daß die von ihm Verlassenen endlich Ruhe gäben.

Wo der gewöhnliche Mensch eine Frage stellt, geht der studierte mindestens in Fragestellung. Er allein kennt das Geheimnis, wie man eine Stellung formuliert. Hochkomplexe und noch viel kompliziertere, ja auch sturzbanale Gedanken kann er in wundersame Wortfolgen verwandeln und also Stränge mitsamt deren Verflechtungen in einem Gefüge beleuchten, Diskurse vielschichtig verzahnen und Dimensionen in voller Breite ausloten. Ein solcher Spagat, bei dem jeder Satz Schiffbruch erleidet, ist möglich erst in einer Sprache, in der nur deshalb nichts mehr undenkbar scheint, weil in ihr schon gar nichts mehr gedacht wird. Das Verhältnis von Gedanke und Ausdruck, einmal von dem Anspruch befreit, daß da ein irgend durchsichtiges, mit Vernunft zu begreifendes oder immerhin zu bestimmendes Verhältnis überhaupt besteht, ist nur mehr schlechte Konvention. Aussichtslos, den undurchdringlich harten Sprachschrott, der sich in den sogenannten weichen Fächern aufgehäuft hat, je wieder wegzuräumen. Wieviel Sisyphusarbeit inkl. Tantalusqualen einem da bevorsteht, mag dieses provisorische Wörterbuch erst erahnen lassen.