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Die Schwimmerin

Roman aus der Gegenwart - 70 - 18466541

Taschenbuch von Theodor Wolff

94459542

nur 25,00 €

(portofrei!, inkl. MwSt.)

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Details
Artikel-Nr.:
94459542
Im Sortiment seit:
31.08.2021
Erscheinungsdatum:
09/2021
Medium:
Taschenbuch
Einband:
Kartoniert / Broschiert
Autor:
Wolff, Theodor
Illustrator:
Menschik, Kat
Verlag:
Weidle Verlag GmbH
Sprache:
Deutsch
Rubrik:
Belletristik
Romane, Erzählungen
Seiten:
353
Gewicht:
449 gr
Beschreibung
Der Berliner Journalist Theodor Wolff (1868-1943) schrieb auch Sachbu¿cher, Theaterstu¿cke und Romane. Sein letztes Werk war »Die Schwimmerin« und erschien 1937 bei Oprecht in Zu¿rich - Wolff lebte da schon drei Jahre im su¿dfranzösischen Exil. Der »Roman aus der Gegenwart«, so der Untertitel, erzählt die Geschichte der Liebe eines älteren Mannes zu einer jungen Frau vor der Folie der politischen und wirtschaftlichen Erschu¿tterungen der Epoche. Der Mann ist Bankier, Hedonist und »Mann ohne Eigenschaften« (nicht umsonst heißt er Ulrich), der sich aus allem raushält - also das Gegenteil Wolffs. Sie, Gerda Rohr, ist politisch aktiv, brennt fu¿r die linksrevolutionären Bewegungen und hält seine Passivität nicht aus. Man kann in ihr Wolffs ehemalige Sekretärin, Ilse Stöbe (1911-1942), erkennen, eine Widerstandskämpferin und sowjetische Spionin, die von den Nazis hingerichtet wurde. Der Roman ist alles andere als ein Thesenstu¿ck, gar eine Sammlung von Leitartikeln: Er ist voller Schwung, ungewöhnlichen Formulierungen und atmosphärisch eine fulminante und genaue Schilderung dessen, was wir aus »Babylon Berlin« kennen - oder zu kennen glauben.

Wolffs Roman ist vieles zugleich: Liebesgeschichte, Sozialgeschichte, Porträt Berlins - man kann anhand der geschilderten Topographie die Wege der Protagonisten abgehen -, ein wehmu¿tiger Nachruf auf die Weimarer Republik, Vorahnung des bevorstehenden Untergangs, Beschreibung des Lebens im Exil. Und das alles in einer Sprache, die mittels u¿berraschender Bilder erzählt.
Information zum Autor
Theodor Wolff war von 1906 bis 1933 Chefredakteur des »Berliner Tageblatts« und damit der einflußreichste Journalist der Weimarer Republik. Noch heute erinnert der Theodor-Wolff-Preis, der wichtigste deutsche Journalistenpreis, an ihn. Und im Theodor-Wolff-Park in Berlin ist die letzte Zeile seines letzten Artikels zitiert: »Geht hin und wählt!« Wolff emigrierte mit seiner Familie nach Su¿dfrankreich, wurde aber im Mai 1943 in Nizza von italienischen Besatzungssoldaten verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert. Im KZ Sachsenhausen zog er sich eine Krankheit zu, an der er am 20. November 1943 im Ju¿dischen Krankenhaus, Berlin, starb. Ilse Stöbe wurde im September 1942 verhaftet und am 22. Dezember in Plötzensee hingerichtet. An sie erinnert eine Gedenktafel vor dem Haus Frankfurter Allee 233 in Berlin.

Ute Kröger studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte. Sie lebt und arbeitet als Lite raturwissenschaftlerin und Lektorin in Zu¿rich. Publikationen zu Kultur-, Theater- und Literaturgeschichte der deutschsprachigen Schweiz und ihren Institutionen.