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Die Fremdheit des Rechts

Aufzeichnungen eines fragilen Versprechens - 16 - 18019634

Taschenbuch von Benedict Vischer

94013383

nur 39,90 €

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Details
Artikel-Nr.:
94013383
Im Sortiment seit:
12.05.2021
Erscheinungsdatum:
10.05.2021
Medium:
Taschenbuch
Einband:
Kartoniert / Broschiert
Autor:
Vischer, Benedict
Verlag:
Velbrueck GmbH
Velbrück
Sprache:
Deutsch
Rubrik:
Recht
Sonstiges
Seiten:
432
Gewicht:
610 gr
Beschreibung
Der Semantik und Form des Rechts eignet ein prononcierter Zug des Fremden. Recht tritt uns entgegen in äußeren Geboten und behauptet einen Anspruch, der jeden Standpunkt individueller oder kollektiver Willkür überschreitet. Diese Disposition konkretisiert sich in vielfältiger Gestalt: In der starren Formalität des Gesetzes, die unser Denken und Handeln unterbricht, in umständlichen Verfahren, die dem Entscheiden Umwege zumuten, in Gerichtsinstanzen, die gegenüber anderen politischen und gesellschaftlichen Gewalten Unabhängigkeit reklamieren, in Verfassungen und Völkerrechtsverträgen, die gegen ordentliche Rechtsnormen in Stellung gebracht werden, in sozialen Bewegungen, die den Anspruch des Rechts gegen ungerechte Gesetze aufrufen, in einer ausgeprägten Ästhetik der Erhabenheit, mit der die Instanzen des Rechts in den öffentlichen Raum treten. Die Konstellation von Unterbrechung und Entzug, welche die Rechtserfahrung dergestalt durchzieht, ist höchst ambivalent: Auf der einen Seite vermittelt sie rechtlichen Strukturen beharrliche Tendenzen suppressiver Verselbständigung und Entfremdung. Andererseits eröffnen sich darin unauslöschlich befreiende Blicke auf das Ausgeschlossene, Unvernommene, Andere bestehender Ordnungen und Gewissheiten.
Die Studie zeichnet das schillernde Motiv rechtlicher Fremdheit in der Rekonstruktion einer Theorielinie modernen Rechtsdenkens nach, die vom deutschen Idealismus über die dialektische Theologie zum französischen Alteritätsdenken führt und in verschiedenen juristischen Diskurskontexten aufschlussreiche Wendungen erfahren hat.
Information zum Autor
Benedict Vischer ist assoziierter Forscher am Europainstitut der Universität Basel und am Centre Marc Bloch in Berlin. Er studierte Philosophie, Theologie und Rechtswissenschaft in Basel, Berlin, St. Gallen, Zürich sowie an der Yale Law School, und promovierte mit einer rechtsphilosophischen Arbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete er am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, dem Centre Marc Bloch und der Universität St. Gallen. Forschungs- und Lehraufenthalte führten ihn nach Rio de Janeiro, New Haven, Budapest und Lausanne.
Benedict Vischers Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Rechts- und Sozialphilosophie, des europäischen und internationalen Rechts sowie des vergleichenden Verfassungsrechts.