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In der Warteschlange

Arbeiter*innen und die radikale Rechte - 400 - 17398551

Taschenbuch von Klaus Dörre

93398614

nur 30,00 €

(portofrei!, inkl. MwSt.)

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Details
Artikel-Nr.:
93398614
Im Sortiment seit:
12.11.2020
Erscheinungsdatum:
11/2020
Medium:
Taschenbuch
Einband:
Kartoniert / Broschiert
Autor:
Dörre, Klaus
Verlag:
Westfaelisches Dampfboot
Verlag Westf„lisches Dampfboot
Sprache:
Deutsch
Rubrik:
Politikwissenschaft
Seiten:
280
Gewicht:
521 gr
Beschreibung
Die Umfrageforschung belegt, dass vor allem männliche Arbeiter bei den Sympathisierenden rechtsradikaler Parteien und Bewegungen weit überdurchschnittlich präsent sind. Über die Ursachen wird in den Sozialwissenschaften wie auch in den politischen Öffentlichkeiten heftig gestritten. Viele dieser Kontroversen blieben jedoch ohne empirische Fundierung. Gegen luftige Konstruktionen setzt Klaus Dörre Forschungen, denen er über vier Jahrzehnte hinweg in - teilweise gewerkschaftsnahen - Arbeitermilieus nachgegangen ist. Dokumentiert wird eine rechte Tiefengeschichte, die sich im Zeitverlauf radikalisiert. In der Gesamtschau der Texte zeigt sich, dass eine starre Entgegensetzung von sozioökonomischen und kulturellen Ursachen der Wirklichkeit des Arbeiterlebens nicht gerecht wird. Rechte Orientierungen in der Arbeiterschaft sind kein bloßes Ergebnis einer Spaltung in kulturelle Metaklassen, in Anywheres und Somewheres. Sympathie für die radikale Rechte entsteht, weil sich erhebliche Teile der Arbeiterschaft von den Mitte-Links-Parteien im Stich gelassen fühlen. Sie entsteht, weil Arbeiter*innen in der Öffentlichkeit unsichtbar gemacht wurden. Und sie entsteht, weil ein Denken in Klassenkategorien wissenschaftlich wie politisch aus der Mode gekommen ist. Eine demobilisierte Klassengesellschaft bildet den Nährboden, den die radikale Rechte für eine Umdefinition sozioökonomischer und kultureller Spaltungen nutzt.