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Jeder schreibt für sich allein

Schriftsteller im Nationalsozialismus - 800 - 16967879

Buch von Anatol Regnier

92968175
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Details
Artikel-Nr.:
92968175
Im Sortiment seit:
14.09.2020
Erscheinungsdatum:
17.09.2020
Medium:
Buch
Einband:
Gebunden
Autor:
Regnier, Anatol
Verlag:
Beck C. H.
C.H.Beck
Sprache:
Deutsch
Rubrik:
Belletristik
Biographien, Erinnerungen
Seiten:
366
Gewicht:
597 gr
Beschreibung
Wer als Autor im Dritten Reich publizieren wollte, musste sich offiziell registrieren lassen als Mitglied der Reichsschrifttumskammer. Aber was bedeutete das? Wieviel Anpassung wurde verlangt? Wie war das Verhältnis zum Staat und wie das Selbstverständnis als Repräsentant des deutschen Geisteslebens? Hielt man Kontakt zu emigrierten Kollegen? Und wie stellte man sich zur Verfolgung und Deportation der Juden? Anatol Regnier hat für dieses Buch Schriftstellernachlässe und Verlagskorrespondenz gesichtet und lässt die Protagonisten ausführlich selbst zu Wort kommen. Überzeugte Nazis sind darunter, andere glaubten, das Richtige zu tun und taten das Falsche. War man als Dagebliebener, wie man sich auch drehte und wendete, Teil des Systems? Oder war es möglich, als Schriftsteller im nationalsozialistischen Deutschland integer zu bleiben? Die Befunde sind oft überraschend ambivalent und sehr viel differenzierter, als die Schwarz-Weiß-Logik Nazi/Antinazi vermuten lässt.

Dieses Buch handelt von Schriftstellern im nationalsozialistischen Deutschland, ihrem Spagat zwischen Anpassung und künstlerischer Integrität unter den Bedingungen der Diktatur. Opportunisten und Konjunkturritter sind dabei, aber auch Autoren, die nur ihrer Arbeit nachgehen wollten und versuchten, moralisch sauber zu bleiben. Mit leichter Hand verknüpft Anatol Regnier die Biografien von Hans Fallada und Erich Kästner, Agnes Miegel und Ina Seidel, Gottfried Benn, Hanns Johst und Will Vesper. Es sind Geschichten von überraschender Widersprüchlichkeit, die das gesamte Spektrum menschlichen Verhaltens im Dritten Reich abbilden.
Information zum Autor
Anatol Regnier ist Klassischer Gitarrist, Chansonsänger und freier Autor. Er wurde 2005 mit dem Ernst Hoferichter Preis und 2012 mit dem Schwabinger Kunstpreis ausgezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung

1. Eine veränderte geschichtliche Lage

2. Eine Frage der Haltung

3. Ein Theaterereignis

4. Emigration? Nicht für uns

5. Dichter unter sich!

6. Zwei Welten

7. Draußen und drinnen

8. Nur eine Unterschrift

9. Das haben Sie vorzüglich gemacht!

10. Jahresende 1933

11. Eine herzbeengende Lage

12. Leben am Rand

13. Wo ist der wahre Nationalsozialismus?

14. Eine Abrechnung

15. Wie macht man es richtig?

16. Bemerkungen zu zwei Büchern

17. Raus aus allem

18. In größter Sichtbarkeit den anderen voran

19. Aspekte 1935

20. Ferkeleien

21. Dichtung - Bühne - Politik

22. Volkes Gäste

23. Unter Frauen

24. Mephisto

25. Das war¿s

26. Was gleichzeitig geschieht

27. Zwei Todesfälle, ein Geburtstag

28. Krieg (I)

29. Drei Frauen, ein Mann

30. Krieg (II)

31. Was jetzt? Die große Kontroverse

32. Schatten der Vergangenheit

33. Willkommen und Abschied

34. Die Reise

Dank

Anmerkungen

Verzeichnis der Quellen und Literatur

Archivalien

Gedruckte Quellen und Literatur

Personenregister
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