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Henry Kissinger

Wächter des Imperiums - 2000 - 16966705

Buch von Bernd Greiner

92967190
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Details
Artikel-Nr.:
92967190
Im Sortiment seit:
13.09.2020
Erscheinungsdatum:
17.09.2020
Medium:
Buch
Einband:
Gebunden
Autor:
Greiner, Bernd
Verlag:
Beck C. H.
C.H.Beck
Sprache:
Deutsch
Rubrik:
Politikwissenschaft
Soziologie, Allgemeines
Seiten:
480
Abbildungen:
mit 30 Abbildungen
Gewicht:
745 gr
Beschreibung
Henry Kissinger, ein Scheinriese, der immer kleiner wird, je näher man ihm kommt. Auf diesen Nenner lässt sich sein politisches Denken und Handeln bringen. Zugleich verstand er es, sich zur Marke in Übergröße zu machen, egal, ob als Sicherheitsberater zweier amerikanischer Präsidenten, als Außenminister, Elder Statesman, Bestsellerautor, Politikberater oder Orakel. Sich immer im Gespräch zu halten, war und ist Kissingers größter Erfolg. Gestützt auf eine Vielzahl unbekannter Quellen, rekonstruiert Bernd Greiner das Leben eines Mannes, der für die Macht lebte und in die Geschichte eingehen wollte - mit allen Mitteln und um fast jeden Preis.



Der Riese taumelte. Amerika führte einen Krieg, der nicht zu gewinnen war, seine Wirtschaft lebte auf Pump, mächtige Konkurrenten machten seinen Führungsanspruch streitig, die politische Elite war zerstritten wie selten zuvor. Ratlosigkeit und Zeitdiagnose im Panikmodus, wohin man auch blickte. Was macht eine Weltmacht, wenn ihr die Macht entgleitet? Wo war Amerikas Platz in einer multipolaren Welt? Welche Rolle sollten Militär und Diplomatie künftig spielen? War es ratsam, sich dem Wandel entgegenzustellen, ihn gar auf halten zu wollen? Oder musste von Grund auf neu über Ordnung und Sicherheit nachgedacht werden? Als diese Fragen Ende der 1960er Jahre auf die Tagesordnung drängten, betrat Henry Kissinger die große Bühne. In jungen Jahren vor den Nazis geflohen, schrieb er in der neuen Heimat eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Für die einen ist er unwiderstehlich, für andere unausstehlich und für alle unvermeidlich. Noch heute ist Kissinger aktuell - auf verstörende Weise und in jedem Fall anders, als er es selbst gerne hätte. Denn er wollte Grenzen verschieben, die nicht mehr zu verschieben waren. Im Grunde spiegelt seine Karriere ein Dauerproblem amerikanischer Außenpolitik und die Antiquiertheit ihrer bevorzugten Leitideen: Vorherrschaft, Wille zur Gewalt, Mehrung eigener Macht durch die Angst der anderen.
Information zum Autor
Bernd Greiner ist Gründungsdirektor und Mitarbeiter des «Berliner Kollegs Kalter Krieg». Er lehrte Außereuropäische Geschichte an der Universität Hamburg und leitete bis 2014 den Arbeitsbereich «Geschichte und Theorie der Gewalt» am Hamburger Institut für Sozialforschung.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort

Lehrling

Vertreibung

Harvard

Musterschüler

Blitzkarriere

Bewerber

Wartestand

Diener aller Herren

Angestellter

Machtwerkzeuge

Nahkämpfer

Krieger

Wetterleuchten

Showmaster

Zeitspie

Krisenprofiteur

Machtverlust

Pensionär

Denkmalpfleger

Kissinger Inc

Gegenwind

Spin-Doktor

Nachwort

Dank

Anhang

Anmerkungen

Literatur

Quellenverzeichnis und Abkürzungen

Bildnachweis

Personen-, Orts- und Sachregister
Bilder