+49 (0) 541 / 40666 200

Sie erreichen uns Montag bis
Freitag von 8 bis 16 Uhr

 

Schreiben Sie uns eine Email oder benutzten eine andere Kontaktmöglichkeit
 Versandkostenfrei in Deutschland
Einkaufskorb
Keine Artikel
in Ihrem
Einkaufskorb

Verlassenheit und Angst - Nähe und Geborgenheit

Eine Natur- und Kulturgeschichte der frühen Mutter-Kind-Beziehung - 140 - 16551548

Taschenbuch von Franz Renggli

92551230
Zum Vergrößern anklicken

nur 19,90 €

(portofrei!, inkl. MwSt.)

Widerruf zu diesem Artikel
  • Details
  • Beschreibung
  • Inhaltsverzeichnis
  • Bilder
Details
Artikel-Nr.:
92551230
Im Sortiment seit:
22.06.2020
Erscheinungsdatum:
06/2020
Medium:
Taschenbuch
Einband:
Kartoniert / Broschiert
Autor:
Renggli, Franz
Verlag:
Psychosozial Verlag GbR
Psychosozial-Verlag
Sprache:
Deutsch
Rubrik:
Angewandte Psychologie
Seiten:
190
Reihe:
Neue Wege für Eltern und Kind
Gewicht:
290 gr
Beschreibung
Die Erfahrung von Nähe und Geborgenheit ist von fundamentaler Bedeutung für die emotionale Entwicklung von Kleinkindern. Doch seit der Entstehung der Hochkulturen wird das Band zwischen einer Mutter und ihrem Baby immer stärker zerrissen. Diese Erfahrung der Verlassenheit führt zu einer tiefen Traumatisierung. Franz Renggli zeichnet die Geschichte der Mutter-Kind-Beziehung vom Aufblühen der Stadtkulturen bis in die heutige Zeit nach.

Anhand von Marienbildern aus der Zeit des Mittelalters und der Renaissance veranschaulicht der Autor, wie ein Baby einerseits der Trennung von der Mutter hilflos ausgeliefert ist, aber andererseits eine erschreckende »Über-Nähe« zwischen Mutter und Kind besteht, Ausdruck der viel zu hohen Ansprüche und Erwartungen der Mutter an ihr Kind. Diese zwiespältige Haltung hat Folgen für das Erleben und Verhalten der erwachsenen Menschen: Hier liegt der Ursprung des Geschlechterkampfes.

Die Hintergründe unserer Ängste und deren Abspaltung und Verdrängung über die Jahrhunderte zeigt der Tiefenpsychologe Franz Renggli anhand der Pest als Ausdruck einer Massenpsychose im Mittelalter auf. Ausgelöst durch das Corona-Virus befinden wir uns möglicherweise heute erneut an einer ähnlichen Schwelle wie damals. Doch die Erfahrung beweist: Je heftiger eine Krise ist, desto größer sind auch die Möglichkeiten für einen Neuanfang - eine einzigartige Chance für unsere heutige Gesellschaft!
Inhaltsverzeichnis
Einleitung

1 Zur Evolution der menschlichen Angst
Die Bedeutung der Bindung
1.1 Die Nestflu¿chter
1.2 Die Nesthocker
1.3 Die spezielle Situation der Babys bei den Affen/Primaten
1.4 Die spezielle Situation des Menschen
1.5 Ein Baby bei den Jägern und Sammlerinnen
1.6 Das Baby in den urspru¿nglichen Kulturen - sein Leben in den Dörfern
1.7 Das Leben eines Babys in den Hochkulturen, in den Städten

2 Das Baby in den alten Hochkulturen: Sumer und Babylon
2.1 Die Trennung von Mutter und Baby in Sumer, der ersten Hochkultur
2.2 Atramchasis: Der Flutmythos
2.3 Zur Deutung des Flutmythos
2.4 Kinderlieder und medizinische Texte
2.5 Trauerlieder
2.6 Klagen u¿ber die Zerstörung einer Stadt
2.7 Gemeinsamkeit in der Flutgeschichte, in den Trauer- und Klageliedern - eine Deutung
2.8 Geburtsbeschwörungen
2.9 Die Flut als Geburt
2.10 Die große Göttin Inanna
2.11 Die Dämonin Lamaschtu
2.12 Inannas Abstieg in die Unterwelt

3 Veränderungen in der Kleinkinderbehandlung seit dem Hochmittelalter und der Renaissance - seit dem Aufblu¿hen des Handelskapitalismus in Europa
3.1 Kurze Vorgeschichte meiner Forschung
3.2 Europa in einer Krise vom 14. bis 17. Jahrhundert
3.3 Die Pest als Ausbruch einer Massenpsychose
3.4 Das Wesen einer Psychose
3.5 Spaltungen in Europa
3.6 Luther und seine Teufelspsychosen
3.7 Massenpsychotische Phänomene im Mittelalter
3.8 Die Hexenprozesse
3.9 Hintergru¿nde der Hexenvernichtung - der Hexenhammer
3.10 Das Ende der Psychose - der Normierungsprozess
3.11 Zur Geschichte der fru¿hen Mutter-Kind-Beziehung in der christlich-abendländischen Kultur
3.12 Die Angst vor dem nächtlichen Erdru¿cken eines Babys
3.13 Dokumente von kleinkindlichem Schreien in Europa
3.14 Maria und Jesus
3.15 Zur tiefenpsychologischen Deutung der Marienbilder
3.16 Die erotische Übernähe zwischen Maria und Jesus
3.17 Die depressiven Mu¿tter
3.18 Die Bedeutung der Marienbilder
3.19 Das verlassene Kind im höfischen Roman
3.20 Worin liegt die Bedeutung der Ritterromane?

4 Erziehung zum Schreien
Die Mutter-Kind-Beziehung im Industriekapitalismus
4.1 Die Grundlage unserer Kultur
4.2 Die Entfremdung in der Mutter-Kind-Beziehung seit dem 18. Jahrhundert
4.3 Die Geburt in der Klinik im 20. Jahrhundert
4.4 Das Wesen der Erziehung
4.5 Die Ambivalenz der Mu¿tter - die psychotische Struktur in uns allen
4.6 Die Fluchtwege aus dieser »Urverletzung«

5 Schlussbetrachtungen
Gibt es Hoffnung?
5.1 Die stille Revolution
5.2 Der Blick nach innen
5.3 Der Beginn eines lichtvollen Zeitalters
5.4 Epilog: An die Eltern

Dank

Bibliografie

Abbildungen

Anmerkungen

Register
Bilder