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Die Treuhand - ein deutsches Drama

Taschenbuch von Michael Schönherr , Michael Graupner und Matthias Judt

92057455
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Details
Artikel-Nr.:
92057455
Im Sortiment seit:
13.03.2020
Erscheinungsdatum:
03/2020
Medium:
Taschenbuch
Einband:
Kartoniert / Broschiert
Autor:
Schönherr, Michael
Graupner, Michael
Judt, Matthias
Redaktion:
Jacobs, Olaf
Verlag:
Mitteldeutscher Verlag
mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH
Sprache:
Deutsch
Rubrik:
Geschichte
Regionalgeschichte
Seiten:
120
Abbildungen:
s/w-Abbildungen
Gewicht:
174 gr
Beschreibung
»Treuhand« - der Begriff steht bis heute für viele Ostdeutsche synonym für Willkür, Wirtschaftsmacht und intransparente Deals. Ein schwer durchschaubares System, in dem sich die Mächtigen die Filetstücke der ostdeutschen Wirtschaft untereinander hin- und herschoben und keine Rücksicht auf Verluste nahmen. Dabei krempelte diese einst größte Staatsholding der Welt nicht nur die komplette Ost-Wirtschaft um, sie selbst war ebenfalls ein Instrument der jeweiligen politischen Umstände - und die änderten sich in dieser Zeit mehrfach. Einst als Idee des Runden Tischs geboren, legte dann die letzte DDR-Regierung fest: Um »das Volkseigentum zu wahren«, sollten die DDR-Betriebe privatisiert, saniert oder stillgelegt werden. Nach der deutschen Einheit passte sich die Behörde den Gesetzen des Marktes an - und fegte wie ein Orkan über die Wirtschaftslandschaft der ehemaligen DDR hinweg.
Das Buch »Die Treuhand - ein deutsches Drama« spürt der Geschichte der polarisierenden Institution nach. Ausgehend von der wirtschaftlichen Situation 1989/90 werden zunächst die Startbedingungen, Chancen und Probleme der bevorstehenden wirtschaftlichen Transformation dargelegt, um dann anhand konkreter Fallbeispiele klarzumachen: Der Niedergang eines Unternehmens prägte überall im Osten ganze Regionen - und veränderte das Leben der Menschen nachhaltig. Durch die Vielfalt der Geschichten wird die facettenreiche Arbeit der Treuhandanstalt in ihrer ganzen Ambivalenz deutlich: Mal war sie Helfer, mal Bremsklotz und mal Totengräber.
Information zum Autor
Olaf Jacobs, geb. 1972, Regisseur, Film- und Fernsehproduzent. 1993-1995 Redakteur beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. 1996 Mitgründung der Hoferichter & Jacobs GmbH, seit 1999 alleiniger Geschäftsführer. Zudem Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten und Hochschulen, seit 2014 Honorarprofessor am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig. Jacobs ist Mitglied der Deutschen und der Europäischen Filmakademie.
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