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Kapitalismus und Todestrieb

Essays und Interviews - 250 - 13276331

Taschenbuch von Byung-Chul Han

91234704
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Artikel-Nr.:
91234704
Im Sortiment seit:
18.10.2019
Erscheinungsdatum:
31.10.2019
Medium:
Taschenbuch
Einband:
Kartoniert / Broschiert
Autor:
Han, Byung-Chul
Verlag:
Matthes & Seitz Verlag
Matthes & Seitz Berlin
Sprache:
Deutsch
Rubrik:
Philosophie
20., 21. Jahrhundert
Seiten:
139
Herkunft:
POLEN (PL)
Reihe:
Fröhliche Wissenschaft
Gewicht:
127 gr
Beschreibung
Was wir heute Wachstum nennen, ist in Wirklichkeit ein Auswuchs, eine karzinomatöse Wucherung, die den gesellschaftlichen Organismus zerstört. Mit einer unerklärlichen, tödlichen Vitalität metastasieren und wuchern diese Auswüchse endlos weiter. Ab einem bestimmten Punkt ist die Produktion nicht mehr produktiv, sondern destruktiv. Der Kapitalismus hat schon längst diesen kritischen Punkt überschritten. Seine Destruktivkräfte bringen nicht nur ökologische oder soziale, sondern auch mentale Katastrophen hervor. Die verheerenden Auswirkungen des Kapitalimus legen die Annahme eines Todestriebes nahe. Nachdem Sigmund Freud den Todestrieb zunächst nur zögerlich eingeführt hat, bekennt er, dass er »nicht anders denken könne«, weil die Idee des Todestriebs über ihn eine solche Macht gewonnen habe. Auch das Denken über den Kapitalismus scheint inzwischen ohne die Annahme des Todestriebs nicht möglich zu sein.
Information zum Autor
Byung-Chul Han, 1959 in Seoul geboren, studierte in Freiburg im Breisgau und München Philosophie, deutschsprachige Literatur und katholische Theologie. Seit 2012 ist er Professor für Philosophie und Kulturwissenschaft an der Universität der Künste Berlin. Seine Publikationen, die sich u. a. mit der Kritik am Neoliberalismus beschäftigen, wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.
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