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Wessen Erinnerung zählt?

Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute - 70 - 15010975

Buch von Mark Terkessidis

90972809
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22,00 €

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Artikel-Nr.:
90972809
Im Sortiment seit:
05.09.2019
Erscheinungsdatum:
04.09.2019
Medium:
Buch
Einband:
Gebunden
Autor:
Terkessidis, Mark
Verlag:
Hoffmann und Campe Verlag
Hoffmann und Campe
Sprache:
Deutsch
Rubrik:
Politikwissenschaft
Soziologie, Populäre Darst.
Seiten:
222
Gewicht:
377 gr
Beschreibung
Als das Deutsche Reich am 28. Juni 1919 den Vertrag von Versailles unterzeichnete, gingen die überseeischen Kolonien an die Siegermächte des Ersten Weltkriegs über. Lange vergessen, kehrt die Kolonialperiode in Ländern wie Namibia, Kamerun oder Ruanda in den letzten Jahren in die Erinnerung zurück. Was bedeutet dieses Wiederauftauchen für die Bundesrepublik? Müsste in der »postkolonialen« Sichtweise nicht auch das deutsche Eroberungsstreben in Richtung Osten eine Rolle spielen? Die neue Erinnerungskultur hat gravierende Auswirkungen für das Selbstverständnis eines Landes, dessen Bevölkerung immer diverser wird. Der lange Schatten der deutschen »Kulturmission« findet sich heute etwa im Umgang mit der »Schuldenkrise«, mit Migration und Flucht und im alltäglichen Rassismus.

Mark Terkessidis, renommierter Migrations- und Rassismusforscher, macht mit seinem Blick in die Vergangenheit aktuelle Debatten nachvollziehbar und zeigt, an welchen Stellen sie in eine neue Richtung gelenkt werden müssen. Zudem macht er sichtbar, welche Fragen sich ergeben, wenn auch die Erinnerung jener zählt, die eingewandert und damit Teil der Gesellschaft geworden sind.
Information zum Autor
Mark Terkessidis, geboren 1966, ist freier Autor und hat u. a. für taz , Tagesspiegel , Die Zeit und Süddeutsche Zeitung geschrieben sowie Radiobeiträge fü den Deutschlandfunk verfasst und im WDR-Radio moderiert. Er promovierte über die Banalität des Rassismus und unterrichtete an den Universitäten Köln, Rotterdam und St. Gallen. Zuletzt veröffentlichte er Interkultur (2010), Kollaboration (2015) und Nach der Flucht (2017). Er lebt in Berlin.
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