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Theorie der digitalen Gesellschaft - 1500 - 14937387

Buch von Armin Nassehi

90899167
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26,00 €

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Details
Artikel-Nr.:
90899167
Im Sortiment seit:
24.08.2019
Erscheinungsdatum:
09/2019
Medium:
Buch
Einband:
Gebunden
Autor:
Nassehi, Armin
Verlag:
Beck C. H.
Verlag C.H. Beck oHG
Sprache:
Deutsch
Rubrik:
Politikwissenschaft
Soziologie, Populäre Darst.
Seiten:
352
Abbildungen:
mit 2 Abbildungen
Gewicht:
576 gr
Beschreibung
Wir glauben, der Siegeszug der digitalen Technik habe innerhalb weniger Jahre alles revolutioniert: unsere Beziehungen, unsere Arbeit und sogar die Funktionsweise demokratischer Wahlen. In seiner neuen Gesellschaftstheorie dreht der Soziologe Armin Nassehi den Spieß um und zeigt jenseits von Panik und Verharmlosung, dass die Digitalisierung nur eine besonders ausgefeilte technische Lösung für ein Problem ist, das sich in modernen Gesellschaften seit jeher stellt: Wie geht die Gesellschaft, wie gehen Unternehmen, Staaten, Verwaltungen, Strafverfolgungsbehörden, aber auch wir selbst mit unsichtbaren Mustern um?

Schon seit dem 19. Jahrhundert werden in funktional ausdifferenzierten Gesellschaften statistische Mustererkennungstechnologien angewandt, um menschliche Verhaltensweisen zu erkennen, zu regulieren und zu kontrollieren. Oft genug wird die Digitalisierung unserer Lebenswelt heutzutage als Störung erlebt, als Herausforderung und als Infragestellung von gewohnten Routinen. Im vorliegenden Buch unternimmt Armin Nassehi den Versuch, die Digitaltechnik in der Struktur der modernen Gesellschaft selbst zu fundieren. Er entwickelt die These, dass bestimmte gesellschaftliche Regelmäßigkeiten, Strukturen und Muster das Material bilden, aus dem die Digitalisierung erst ihr ökonomisches, politisches und wissenschaftliches Kontroll- und Steuerungspotential schöpft. Infolge der Digitalisierung wird die Gesellschaft heute also regelrecht neu entdeckt.
Information zum Autor
Armin Nassehi, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie an der Ludwig-Maxmilians-Universität München und seit 2012 Herausgeber der Kulturzeitschrift Kursbuch.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort




Einleitung

Wie über Digitalisierung nachdenken?

Eine techniksoziologische Intuition

Frühe Technologieschübe

Original und Kopie

Produktive Fehlanzeige und Sollbruchstelle




1 Das Bezugsproblem der Digitalisierung

Funktionalistische Fragen

Connecting Data -
offline

Was ist das Problem?

Das Unbehagen an der digitalen Kultur

Die digitale Entdeckung der «Gesellschaft»

Empirische Sozialforschung als Mustererkennung

«Gesellschaft» als Digitalisierungsmaterial

Der / die / das Cyborg als Überwindung der Gesellschaft?




2 Der Eigensinn des Digitalen

Die ungenaue Exaktheit der Welt

Der Eigensinn der Daten

Kybernetik und die Rückkopplung von Informationen

Digitalisierung der Kommunikation

Dynamik der Geschlossenheit

Die Selbstreferenz der Datenwelt




3 Multiple Verdoppelungen der Welt

Daten als Beobachter

Verdoppelungen

Störungen

Querliegende datenförmige Verdoppelungen

Die Spur der Spur und diskrete Verdoppelungen

Spuren, Muster, Netze




4. Einfalt und Vielfalt

Medium und Form

Codierung und Programmierung

Die digitale Einfachheit der Gesellschaft

Optionssteigerungen


Sapere aude im Spiegel der Digitalisierung




Exkurs Digitaler Stoffwechsel
5 Funktionierende Technik
Die Funktion des Technischen
Digitale Technik
Kommunizierende Technik
Die Funktion des Funktionierens
Niedrigschwellige Technik
Dämonisierte Technik
Unsichtbare Technik und der Turing-Test
Das Privileg, Fehler zu machen

6 Lernende Technik
Entscheidungen
Abduktive Maschinen?
Verteilte Intelligenz?
Anthropologische und technologische Fragen
Erlebende und handelnde Maschinen
Unvollständigkeit, Vorläufigkeit, systemische Paradoxien
Künstliche, leibliche, unvollständige Intelligenz

7 Das Internet als Massenmedium
Sinnüberschussgeschäfte
Synchronisationsfunktion
Synchronisation und Sozialisation
Selektivität, Medialität und Voice im Netz
Beim Zuschauen zuschauen
Komplexität und Überhitzung
Das Netz als Archiv aller möglichen Sätze
Intelligenz im Modus des Futur 2.0

8 Gefährdete Privatheit
Die Unwahrscheinlichkeit informationeller Selbstbestimmung
Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit?
Gefährdungen
Privatheit 1.0
Privatheit 1.0 als Ergebnis von Big Data?
Big Data und die Privatheit 2.0
Privatheit retten?

9 Debug: Die Wiedergeburt der Soziologie aus dem Geist der Digitalisierung
Digitale Dynamik und gesellschaftliche Komplexität
Eine Chance für die Soziologie

Anmerkungen
Sachregister
Bilder