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Das Schneckenhaus

Tagebuch eines Voyeurs - 400 - 655051

Taschenbuch von Mustafa Khalifa

89668915
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Details
Artikel-Nr.:
89668915
Im Sortiment seit:
27.03.2019
Erscheinungsdatum:
04/2019
Medium:
Taschenbuch
Einband:
Kartoniert / Broschiert
Autor:
Khalifa, Mustafa
Übersetzung:
Bender, Larissa
Verlag:
Weidle Verlag GmbH
Weidle
Sprache:
Deutsch
Rubrik:
Belletristik
Romane, Erzählungen
Seiten:
309
Gewicht:
389 gr
Beschreibung
Jemand mußte Musa verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Abends verhaftet.
Der junge syrische Absolvent der Pariser Filmhochschule kommt nach sechs Jahren in Frankreich am Flughafen von Damaskus an und wird bei der Einreise festgenommen und in eine Abteilung des Geheimdiensts gebracht, wo er sofort gefoltert wird. Das geschieht Anfang der 1980er Jahre und sollte die erste Station einer dreizehnjährigen Reise durch die Hölle werden. Man wirft Musa vor, der verbotenen Muslimbru¿derschaft anzugehören, obwohl er getaufter Christ ist und Atheist dazu . Es gibt weder eine Anklage noch eine Gerichtsverhandlung. In dem schlimmsten aller Gefängnisse, dem Wu¿stengefängnis bei der Oasenstadt Palmyra (arabisch Tadmur), gerät er zwischen die Fronten der dort inhaftierten Muslimbru¿der, die ihn als Ungläubigen töten wollen, und den Wärtern, die ihn schlagen und foltern. Er u¿berlebt, indem er sich in sich selbst wie in ein Schneckenhaus zuru¿ckzieht und durch ein Loch in der Wand die Vorgänge im Gefängnishof beobachtet. Er fu¿hrt ein Gedankentagebuch, das er nach seiner Freilassung zu Papier bringt, um den Terror zu dokumentieren und die Erinnerung an die Gefangenen und Ermordeten wachzuhalten.

»Ein schmerzhafter Roman, der nach Leben schreit, ein gewaltsamer Roman, der um Gnade bittet ... Khalifas Werk zeigt, daß Kunst ein Zeugnis fu¿r Menschlichkeit sein kann. Fu¿r mich ist Das Schneckenhaus ein einzigartiger Roman, eine grandiose schöpferische Leistung, wie ein perfekt inszenierter Film auf Papier. Voller Schmerz zwar, doch wird der Leser jedem Schritt des Erzählers bis zum Schluß gebannt folgen.« Rafik Schami
Information zum Autor
Mustafa Khalifa hat aus eigenen Erfahrungen heraus geschrieben, er war von 1982 bis 1994 ohne Anklage oder Prozeß in diversen syrischen Gefängnissen inhaftiert, die meiste Zeit in Tadmur. Sein Roman ist als Tagebuch erzählt, allerdings ohne Jahreszahlen und ohne Ortsnamen. Ein Bericht aus der Hölle, ku¿hl und distanziert, so schmerzhaft wie notwendig. Der Text erschien auf arabisch zuerst im Internet. Er spielte eine wesentliche Rolle beim Beginn der syrischen Revolution. 2007 wurde er auf französisch publiziert, ein Jahr später auf arabisch. Khalifa wurde 1948 in Dscharabulus, Syrien, geboren und wuchs in Aleppo auf. Schon fru¿h engagierte er sich politisch und wurde deshalb zweimal verhaftet. Er studierte in Frankreich Filmregie und wurde nach seiner Ru¿ckkehr am Flughafen von Damaskus festgenommen. 2006 konnte er in die Vereinigten Arabischen Emirate ausreisen; von dort gelangte er nach Frankreich. Sein Roman erschien bereits auf französisch, englisch, spanisch, italienisch und norwegisch.

Larissa Bender u¿bersetzt aus dem Arabischen und ist Herausgeberin des Bandes »Innenansichten aus Syrien«. 2018 erhielt sie fu¿r ihre Übersetzertätigkeit und ihr Engagement im deutsch-arabischen Kulturaustausch das Bundesverdienstkreuz. Sie lebt und arbeitet in Köln. Im Weidle Verlag erschien ihre Übersetzung von Niroz Malek, »Der Spaziergänger von Aleppo«.
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