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Die Verwandlung

Taschenbuch von Franz Kafka

70114582
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Artikel-Nr.:
70114582
Im Sortiment seit:
12.05.2011
Medium:
Taschenbuch
Einband:
Kartoniert / Broschiert
Autor:
Kafka, Franz
Verlag:
Reclam Philipp Jun.
Reclam, Philipp
Sprache:
Deutsch
Rubrik:
Belletristik
Romane, Erzählungen
Seiten:
88
Abbildungen:
1 Abb.
Reihe:
Reclam Universal-Bibliothek (Nr. 9900)
Gewicht:
49 gr
Beschreibung
"Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt." Schon der erste Satz aus Kafkas berühmter Erzählung vermittelt schlagartig die Irritation, die sich in das Verhältnis zur empirischen Wirklichkeit eingeschlichen hat, die die problematische Schnittstelle äußerer und innerer Realitäten bestimmt.

Text in neuer Rechtschreibung
Information zum Autor
Franz Kafka, 3. 7. 1883 Prag - 3. 6. 1924 Kierling bei Klosterneuburg.
Der aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie stammende K. studierte nach dem Abitur 1901 Jura an der Deutschen Universität Prag (Staatsprüfung 1903, Promotion 1906). Danach arbeitete er als Versicherungsjurist zunächst bei den Assicurazioni Generali, dann seit 1908 bei der Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt in Prag, wo er bis zum Obersekretär aufstieg. 1922 wurde er wegen seiner fortschreitenden, 1917 zuerst offen ausgebrochenen Krankheit (Tuberkulose) pensioniert. Von September 1923 bis März 1924 lebte er in Berlin bei Dora Diamant, der letzten seiner komplizierten Frauenbeziehungen mit Verlobungen und Entlobungen (Felice Bauer, Julie Wohryzek, Milena Jesenská). Seit der Aufnahme seiner (ungeliebten) Berufstätigkeit schrieb K., meist nachts. Seine erste große Erzählung Das Urteil entstand in der Nacht vom 22. zum 23. September 1912. Sie bedeutete den Durchbruch zu einem eigenen Erzählstil, für den sprachliche Präzision und realistische Detailschilderung ebenso charakteristisch sind wie das Ineinander¿ießen von Traum und Wirklichkeit. Dabei entspricht die für K.s Erzählungen typische unmerkliche Verschiebung vom Realen ins Phantastische (und Groteske) dem Eindringen des Unbewussten (einschließlich des unbewussten Schuldgefühls). Hinter der Ober¿äche liegt eine andere, vielfältigen Deutungen unterworfene Realität. Mit dieser neurotischen 'Familiengeschichte' gestaltete K. zum ersten Mal eines seiner zentralen Themen, das der bürgerlichen Familie mit ihren Widersprüchen und Zwängen, das in verschiedenen Variationen sein Werk durchzieht (Die Verwandlung, Ein Landarzt, Brief an den Vater, Das Schloß, Der Verschollene u. a.). Die Grunderfahrung der Fremdheit in einer als labyrinthisch bzw. 'kafkaesk' verstandenen Welt ¿ndet ihren Ausdruck im gesellschaftlichen Bereich u. a. in den Institutionen der Justiz, der Bürokratie und der modernen Technik (In der Strafkolonie, Der Prozeß, Das Schloß u. a.). Dieser Welt der Entfremdung und der Zwänge stellt K. in seinen Tiergestalten und Tiergeschichten eine (ebenso vieldeutige) naturhafte Gegenwelt entgegen. Damit verbindet sich das Thema der Kunst in der Gesellschaft (Ein Hungerkünstler). K.s drei Romane (Der Prozeß, Das Schloß, Der Verschollene bzw. Amerika) blieben unvollendet; K. hielt sie in seinem hohen Kunstanspruch für missglückt. Sie wurden - wie zahlreiche andere zu Lebzeiten ungedruckte Texte - von M. Brod aus dem Nachlass veröffentlicht, den er eigentlich hätte vernichten sollen. Als gleichnishafter Ausdruck der Fremdheit des Menschen in der modernen Welt, als Zusammenfassung der Tendenzen des Jahrhunderts fand K.s Werk v. a. nach dem Zweiten Weltkrieg weltweite Resonanz - und vielfältige Deutungen.

In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.
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